24.10.2026 | 1. Bundesliga, 7. Spieltag
Borussia Dortmund gg. SGE Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)
Westfalenstadion, ZuschauerInnen: 81.365 (8.000 Adler)
Entspannter Samstag Fehlanzeige. So kann man mal starten: gegen 5:00 Uhr ging der Wecker wieder los. Da im Schwarzwald ALLE Gleise ZEITGLEICH saniert werden, musste umgeplant werden und über Offenburg gefahren werden. Der DB ist es aber auch zu verdanken, dass ich 'kostenlos' düsen konnte. Mein Ticket wurde aufgehoben, warum auch immer. Mit der ersten Direktverbindung ging es dann auch entspannt nach Dortmund. Eine Kontrolle hat nicht stattgefunden und die Entschädigung ist auch schon beantragt. Aber hier ist dann auch Schluss, da wir in Dortmund um 12:30 Uhr angekommen sind.
Anstoß in sechs Stunden und die Stadt war schon in gelb gehüllt. Imposant, wäre es nicht so eine hässliche Farbe und langweiliges Wappen. Aber das sucht man sich als Fan nicht aus. Einzelne Adler waren auch zu identifizieren und die Stimmung war ruhig, mit leichter Spannung in der Luft. Zügig ging es für mich aber schon Richtung Stadion. Vorher noch eine Falafeltasche besorgt und neben dem Gästeparkplatz das Stadion von Eintracht Dortmund aufgesucht, wo noch die A Jugend ein Testspiel abgehalten hat. Ein Ground nebenbei mitgenommen beim essen und warten. Nach dem Spiel sammelten sich auch die Leute auf dem Parkplatz und das freudige Suchen ging wieder los. Mit Live-Stamdort und viel telefonieren konnte sich dann zusammengeschlossenen werden. Bierchen und labern stand wieder auf der Liste. Der Plan gemeinsam ins Stadion zu gehen wurde von der Ticketzuweisung durchkreuzt da ich in den Block 59 gesteckt wurde. So startete die Mission Blockübergang: das Tor mit dem Ordner sollte zu erst überrannt werden. Fehlanzeige, da er das Tor geschlossen hat, als ich nur in die Richtung ging. Im Block selbst war die Ordnerdichte extrem hoch. Die Kontrollen am Einlass waren so locker, dass ich eine Waffe hätte mitbringen können aber einen Stuhl weiter komme ich nicht. Seltsamer Maßstab. Im Block 57 und 59 umgeschaut. Nur Haaresbreite entfernt standen die Jungs und riefen "Spring! Komm!" Und die Ordner warteten nur endlich mal was zu tun zu bekommen. Aber nicht mit mir, kein Bock auf Stress heute. Also auf meinem Platz eingekehrt und mir neue Kollegen angelacht. Grüße an die Truppe und den kleinen Mann neben mir, der sehr viele nicht jugendfreie Wörter gelernt hat. Da hat der Vater auf dem Rückweg ganz viel auszubauen, was wir verzapft haben aber die Verrohrung der Jugend muss schon früh eingeübt werden.
Die Stimmung war unserer Seits stark. Alle waren organisiert/motiviert. Alle waren alkoholisiert/laut. Die gelbe Wand würde ja schon so oft als das Nonplusultra beschrieben. An diesem Tag war es aber nicht so. Die Kurven aus dem Gästeblock zu bewerten ist door aber bei 25.000 Plätzen und einer Mitmachquote von vielleicht 20% ist da noch Luft nach oben. Aber vielleicht hatten alle noch Jetlag von den Reisen nach Norwegen, Berlin und Aserbaidschan. Da ist so ein Heimspiel gegen Frankfurt mit Pokal und Bayern in der kommenden Woche Nebensache und wird halt mitgenommen. Choreos gab es auf unserer Seite. In der ersten Hälfte mit Fahnen in weiß, schwarz, weiß und dem besingen der SGE. In der zweiten Hälfte wurden die Fahnen getauscht zu schwarz, weiß und wieder schwarz. Gefackelt wurde daraufhin noch mit viel Rauch.
Spielerisch war einiges drin. Chancen und Aktionen auf beiden Seiten. Das Tor kurz vor Schluss war ein Downer, war die Stimmung stark die ganze Partie über und wurde nur dadurch gestört. Die Auswechslungen der SGE wirkten nach Verwaltung, und in dieser Zeit kam der Rückstand. Da war wenig Mut von Trainerseite aus, aber da spricht nur eine Person von den Rängen und sehe die Mannschaft nicht jeden Tag wie der Trainer. Nach Abpfiff ging es mit dem Auto nach Köln und meine Kumpels machten die Kneipen unsicher und ich wollte nur im Hotel Mama einchecken, um die frühe Rückfahrt antreten zu können. Die Zeitumstellung spendierte aber eine Stunde Extraschlaf.
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