10.10.2026 | Verbandsliga Südbaden, 9. Spieltag
SV 08 Kuppenheim gg. FC Auggen 1978 1:4 (1:2)
Wörtelstadion, ZuschauerInnen: 150 (/)
Ein entspannter Samstag stand auf dem Plan. Mit dem Sonntag im Hinterkopf, ging es mit der Bahn nach Kuppenheim. Bei Rastatt gelegen, mit knapp 8.000 EinwohnerInnen relativ klein. Als Sehenswürdigkeiten bietet sich ein paar Kirchen an und der angrenzende Schwarzwald.
Interessanter war für mich aber der Fußball. Verbandsliga Südbaden mit dem FC Auggen als Gast. Zwar ohne Fans aber dafür spielerisch sehr ansprechend.
Doch erstmal zum Ground. In den 20ern erbaut ohne Tribüne, welche erst 1958 fertig errichtet wurde. Daraufhin wurde auch der Name Wörtelstadion erwählt. Aktuell wird wieder renoviert. Ein neues Vereinsgebäude soll entstehen. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf der sehr schönen Tribüne aus Beton und Holz mit einem Welldach. Sitzbänke dienen als bequeme Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen. Sonst noch Steinstufen links und rechts. Oder eine Bande auf der Gegenseite zum stehen. Für 7€ bekommt man auch Zugang zu allem. Teuer aber das ist man mittlerweile gewöhnt. Für 3,5€ bekommt.man ein frisch gezapftes Bier (0,3l€) und Merguez oder ne Rote für 4€ dienen der Verpflegung.
Bekanntheit hat das Stadion aber 2011 erlangt, als es zum Drehort für einen Tatort diente. Nie gesehen aber es ging um Fußball von den öffentlich rechtlichen als muss es ja gut sein.... Joa. Aber seitdem ist das Stadion bekannt für viele.
Der Verein SV 08 Kuppenheim entstand 1908 durch die Fusion zweier Vereine aus dem Ort und konnte auch keine Erfolge in den 30er und späten 40er Jahre erlangen. 1978 gelang der Aufstieg in die damalige dritthöchste Spielklasse (Oberliga Baden-Württemberg). Als Fahrstuhlmannschaft ging es hoch und runter. Und seit 2013 gehört man der Verbandsliga Südbaden an. Auch immer im oberen Drittel anzutreffen, gelten sie als feste Größe der Liga. Der Zugang nach ganz oben blieb aber bislang noch verwehrt.
Der Favorit war aber klar der FC Auggen aus der Grenzregion um Frankreich und Basel herum. Erwähnenswert ist der Finaleinzug letztes Jahr im Verbandspokal gegen den Bahlinger SC, welches erst im Elfmeterschießen verloren wurde. Insgesamt plannt man für größeres in den kommenden Jahren doch heute stand das Wörtelstadion auf dem Plan.
Gleich zu Beginn ging der Gast druckvoll zu Werke und kam auch gleich zum Abschluss doch der Ball wollte nicht reingehen. Kuppenheim verstand sich auf das Kontern und so kam es, dass sie auf einmal glücklich in Führung lagen nach 17 Minuten. Der Song Eiermann von Klaus und Klaus aus den 80ern habe ich nicht erwartet und war ganz lustig fürs erste, lief dann aber doch etwas zu lange. Wer den Song nicht kennt unbedingt hören und wundern warum das eine Hymne sein soll. Zur Halbzeit stand es dann doch 1:2, da Auggen das Heft klar in die Hand nahm. Der Trainer der Gäste legte sich kurz verbal mit zwei Sportsfreunden am Seitenrand an, die ihren vorlauten Mund nicht zügeln konnten. Der aus Frankreich stammende Schiri hat aber nichts mitbekommen. Während der Pause ließ der Stadionsprecher seine 80er Platte durchlaufen und Pump Up the jam ging es zum Nachschub für die trockene Kehle holen.
Nach Wiederanpfiff kam auch Recht zügig das 1:3 und nach 65 Minuten stand es 1:4. Eindeutig zu schnell für Kuppenheim. Ausgekontert werden im eigenen Stadion ist immer eine Strafe. Nach unzähligen Spielerwechsel war der Spielfluss auch Geschichte und die Bälle wurden nur noch von Grundlinie zu Grundlinie geprügelt. Nach Abpfiff ging es auch zügig zurück nach Hause.
Stadien Verbandsliga Südbaden: 3/16
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