16.08.2026 | Bezirkspokal Nordschwarzwald
SV Huzenbach gg. SV Baiersbronn 0:10 (0:7)
Sportplatz Huzenbach, 112 Zuschauer (/)
Sonntag heißt für viele Kaffee, Kuchen und Füße hoch. Für mich geht's auf die Suche nach neuen Plätze im schönen Nordschwarzwald.
So führte mich die wöchentliche Recherche auf den Sportplatz in Huzenbach oder eher gesagt auf den Sportplatz zwischen Bahngleisen und Waldrand. Ein Ort ließ sich nicht erkennen und auch der Bahnsteig wirkte mehr deplatziert als gewollt. Ein kurzer und sehr schöner Fußmarsch an der Murg entlang und ich erreichte den kleinen Kunstrasenplatz ohne Ausbau (genau nach meinem Geschmack...). Apropos Geschmack: mit köstlichem Cola-Mix gewappnet begutachtete ich das kleine Clubhaus, den Kiosk und den Platz, mehr gibt es nicht. Hier fiel mir sofort auf, das die Seitenmarkierung des Sechszehnmeterraum und die Seitenmarkierung des Spielfeldes fast überschneiden sind. Der schmalste Fußballplatz der mir je untergekommen ist.
Nach dem kurzen Aufwärmen beider Mannschaften bei leicht bewölkten aber angenehmen 26°C ging es auch schon los. Der Schiedsrichter hatte wohl noch einen Anschlusstermin, da er vier Minuten früher zum Anstoß bat. Mit Startpfiff ging es auch sofort körperbetont los, die Gastgeber wollten gegen den klassenhöheren Gegner zeigen wer das Sagen hat. Die Heimmannschaft war der SV Huzenbach, gegründet 1920 und Aktiv in der Kreisliga A2. Gegner der Partie war ebenfalls ein SV aber aus Baiersbronn, einer kleinen Gemeinde im Nordschwarzwald mit 15.000 Einwohnern und Einwohnerinnen. In die Gemeinde ist auch Huzenbach integriert, so das man die Begegnung auch als Derby betitelt könnte aber als bestandener Bezirksligist ist die sportliche Diskrepanz zu groß und fanseitig ist auch nichts zu erwarten gewesen. Die Körperlichkeit verflog und die sportliche Diskrepanz wurde noch deutlicher. In Minute 15 musste der Ball zum ersten Mal aus dem Netz gefischt werden. Das 0:2 war ein sehenswerter Freistoß aus gut 20 Metern ins lange Eck und so überschlugen sich die Ereignisse bis zum 0:7, was als Flanke von rechts als Bogenlampe immer länger und länger würde und das Können des Torhüters und die physikalischen Gesetzgebungen überschritt. Wir sprechen hier von einem 0:7 zur Halbzeit wohlgemerkt. Die Gespräche in der Pausen reichten von Manipulation bis zum Spielabbruch "damit es nur 0:3 gewertet wird", positives über die Heimmannschaft könnte man nicht vermerken.
Der zweite Durchlauf begann wieder deutlich früher (der Schiedsrichter MUSS einen Anschlusstermin haben) und in Minute 50, 65 und 72 kamen noch die weiteren Tore hinzu. Neben drei Pfostentreffern und sehenswerten Soli kam kein weiterer Treffer hinzu und so erlöste auch der Schiedsrichter pünktlich die Huzenbacher. Die Pokalreise endete damit nach der ersten Runde und der SV Baiersbronn darf sich auf die zweite Runde freuen.
Die Rückfahrt war Highlightarm und so ließ ich den Sonntag entspannt ausklingen. Das Spiel war sehenswert aber im Nordschwarzwald gibt es ansehnlichere Plätze, auch wenn die Besonderheiten direkt neben den Bahngleisen schon anzumerken ist.
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