11.10.2026 | Super League, 10. Spieltag
FC Vaduz gg. FC Basel 3:0 (2:0)
Rheinpark, ZuschauerInnen: 5.405 (800)
Zum Abschluss endlich das Highlight. Gut sechzig Minuten vor Beginn fuhren wir in Vaduz ein und schlendernten durch die Gassen zum Stadion. Direkt am Rhein ist es fein und ganz schnell ging es rein. Direkt im Nordblock, bei all den anderen Hoppern. Auch unsere Freunde aus Hamburg waren anwesend. Vorher sind uns aber noch die Knaben aufgefallen, die alle in klassischen Ultras Shirts und Jacken gekleidet rumstanden. Kurz vorher informiert, ob da ne Szene ist und alles für irrelevant gehalten aber so kann man sich täuschen. Auch wenn es eher aussah wie die Klasse 9c, die heute einen Schulausflug macht aber Ultras müssen ja auch irgendwann mal anfangen. Das Stadion ist interessant, alleine dadurch, dass wir hier vier einzelne Tribünen noch haben, die auch alle unterschiedlich aussehen. Auch müssen sich Heim- und Auswärtsmannschaft an unterschiedlichen Orten umkleiden und erstmal wieder über den Platz rennen, um gemeinschaftlich einzulaufen. Unter den Tribünen findet man immer Toiletten und Catering. Die Preise sind auf Schweizer Niveau, welches meins aber deutlich überschreitet. Der Platz ist super gepflegt.
Jedes Wort, dass ich über die Ultras von Basel schreibe wäre Majestätsbeleidigung, davon hab ich zu wenig Ahnung. Aber knappe 20 Minuten vor Spiel war alles ruhig und von jetzt auf gleich kamen alle zusammen an und fluteten den Block. Aber geordnet und erwachsen. Fahnen wurden geschwungen, Zaunbild perfekt aufgehängt und Blau-Rote-Fahnen verkleiden die freien Stellen des Blocks. Und mit Anpfiff gingen die vorher versteckten Rauchtöpfe los und hüllten den gesamten Block in blau und roten Rauch. Top Aussichten für ein imposanten Auftritt.
Durchgehend war Bewegung und Action im Block. Leider kamen die Gesänge nur in ruhigen Moment bis zu uns durch. Diese waren aber immer perfekt. Egal wie oft man Basel sieht, es ist nie genug. Die Vaduz Boys waren laut, da wir direkt hinter ihnen saßen. Der Gesang war Standard und ist auch schwer bei so wenig Leuten neues kreatives Liedgut reinzustecken.
Auf dem Platz war Vaduz aber die Tonangebenden. Basel hatten einen katastrophalen Spielbeginn, der nicht besser wurde. Und so konnte Vaduz, bislang noch Vorletzter mit 7 Punkten in Führung gehen und das verdient. Basel kam nicht über die Mittellinie hinaus. Vaduz spielte weitere munter und konnte noch das 2:0 einfahren. Der Block von Basel sang und machte einfach weiter. Dafür großes Kompliment. In Halbzeit zwei war aber das gleiche Bild auf dem Rasen. Nichts kam von Basel und Vaduz konnte sogar das dritte Tor erzielen. Nach Abpfiff kam dann die Quittung und die Spieler mussten sich einiges anhören. Mit 14 Punkten nach 10 Spielen und damit jetzt näher an Vaduz als am Ersten aus Lugano kann man auch nicht zufrieden sein und ich kann jeden aus Basel verstehen.
Mit dem Auto ging es über Österreich zurück und um 23 Uhr endete meine Geburtstagsrunde mit drei Spielen und einem Länderpunkt. So kann man doch ins neue Lebensjahr starten.
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