Karlsruher SC Frauen gg. SGE Eintracht Frankfurt Frauen 1:6

27.09.2026 | DFB-POKAL der Frauen, 1. Runde 

Karlsruher SC Frauen gg. SGE Eintracht Frankfurt Frauen 1:6 (0:2)

Arthur-Beier-Stadion im Wildparkareal, ZuschauerInnen: 850 (500) 

Es liegt wieder dieser Pokalgeruch in der Luft. Und in der ersten Runde stand ein Duell vor meiner Haustür auf dem Plan für die Adlerinnen. Mit dem EFC kurzgeschlossen und so fanden sich 8 Interessierte zum gemeinschaftlichen Besuch. Für mich ging es morgens aber erstmal alleine zum Hauptbahnhof von Karlsruhe. Dort mit der Nutria Bande zusammengeschlossen. Unter Erklärungen zum Karlsruher Schloss und der Biberburg ging es zum Sportplatz. Am Stadion angekommen tat sich Ernüchterung auf: ein Kiosk für das gesamte Stadion aktuell mit einer Dame an der Kasse und drei Menschen am Zapfhahn. Zum Glück früh genug angestellt, doch die Schlange wurde länger und länger. 30 Minuten vor Beginn waren wir dann auch vollzählig und so wurden die letzten Minuten verquatscht. Ein kleiner Platz, Trainingsplatz würde ich meinen, auch wenn die U19 und die Zweitvertretung dort auflaufen. Eine Stehtribüne ohne Überdachung oder Schatten. Bei 30°C ging es dann los. Mit Fähnchen und Gesang von den Rängen bejubelt liefen die Damen ein und die Stimmung war durchweg gut. 

Die Nutria Bande ist seit 2018 aktiv und unterstütze ursprünglich den 1. FFC Frankfurt, seit der Fusion die Damen der Eintracht. Stark links orientiert, ist das Klientel deutlich vielfältiger als anderswo. Eine Trommel und drei große Schwenker fühlen durchgehend ins Auge. Der eiin oder andere Regenbogen war auch zu sehen und soll die Inklusion und awareness schaffen. Sehr schön, dass der Support hier für jeden ein Safe Space schaffen will. 

Karlsruhe hatte bestimmt auch den ein oder anderen Kunden dabei, aber blau ist wirklich nicht aufgefallen im Stadion. Der Platz lag in Frankfurter Hand. 

Auch auf dem Platz spiegelte sich die Dominanz der Gäste wieder. Von Beginn ging das Spiel in Richtung der Karlsruher Torhüterin. Die ersten Chancen wurden schön rausgespielt doch das Tor fiel nicht. Erst nach gut 20 Minuten fiel das verdiente 0:1. Eine Anzeigetafel gab es überhaupt nicht, was das dokumentieren erheblich erschwerte. Die Temperaturen erschwerten auch das weitere Fandasein und die Hälfte der Truppe entschied sich zum Getränkeholen. In der Zwischenzeit fiel das 0:2, der Halbzeitpfiff ertönte, ich war pinkeln und dann waren die Kollegen auch mal soweit und ich konnte den Schweißverlust durch einen großen Becher Wasser ausgleichen. Eine schreckliche Ausgangslage beim Kiosk. Bis zum Parkplatz tummeln sich die Leute bei praller Sonne, nur um Getränke zu holen. 850 Leute und ein Kiosk mit drei Schaltern und einer sehr schonenden Arbeitsweise ist nicht zu vertreten. Es ging nicht voran und die Unzufriedenheit stieg rundherum. Aber zurück zum Platzrelevanten Geschehen. Die Adlerinnen ließen weiter nichts anbrennen und die Nutria Bande legten weiter gute Klänge auf. Nach dem ein oder anderen Wechsel nahm der Druck der Heimmannschaft etwas zu, doch Zwingendes kam nicht rum und in regelmäßigen Abständen klingelte der Ball im Kasten der Karlsruherinnen. 0:3, 0:4, 0:5, 0:6 und das Spiel wur zur Nebensache. Mit dem Abpfiff kam noch ein 1:6, so das die Handvoll Heim-Fans was zu Jubeln hatten. 

Noch kurz bei den Spielerinnen bedankt für den guten Kick und beseelt und verbrannt mit der Bahn nach Hause.

Der Ground war für mich ein revisit,  diesmal mit einem deutlich entspannterem Spiel. 

Stadien Oberliga Baden-Württemberg: 11/18

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